Berufserfahrung

Während meines Studiums habe ich versucht, vielfältige Berufserfahrungen zu sammeln. Ich habe dadurch Einblicke in unterschiedlichste Branchen und Berufsfelder gewonnen. Seit 2007 arbeitete ich verstärkt im Marketing. So konnte ich mein theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen. Im Folgenden erfahren sie, wie in einem ausführlichen Lebenslauf, mehr über meine bisherigen Tätigkeiten.

Ein neuer Internetauftritt für die Schön Kliniken

Im Herbst 2008 absolvierte ich ein Praktikum im Onlinemarketing bei den Schön Kliniken. Die Schön Gruppe ist ein privater Klinikbetreiber mit über 6.000 Mitarbeitern in ganz Deutschland. Der Hauptsitz befindet sich in Prien am Chiemsee. Ziel des Praktikums was es, die Schön Kliniken beim Aufbau ihres neuen Internetauftritts zu unterstützen.

Die Planungen sahen vor, auf rund 4.000 Internetseiten alle relevanten Informationen über Kliniken, Ärzte sowie häufig behandelte Krankheitsbilder zu präsentieren. Die Patienten sollen über das Patientenportal ein individuelles Serviceangebot erhalten und auf jeder Seite einen entsprechenden Ansprechpartner vorfinden.

Schoenkliniken in Berufserfahrung

Internetauftritt der Schön Kliniken

Meine Hauptaufgabe bestand darin, die Seiten für weitere Stakeholder zu überarbeiten, die ebenfalls zielgruppengerecht angesprochen werden sollten: Für Bewerber erstellte ich einen inhaltlich völlig neu gestalteten Karrierebereich, der jetzt übersichtlicher ist und den Bewerber vom Stellenangebot bis zum Absenden der Bewerbungsunterlagen begleitet. Auch der Unternehmensbereich wurde von mir redaktionell überarbeitet. Mithilfe von Teasern erfolgt jetzt eine bessere Navigation für den Besucher. Die Qualitätsmanagementbereiche der Kliniken wurden neu aufgearbeitet und in die Seiten integriert. Medienvertreter finden direkt auf der Startseite einen neuen Pressebereich vor. Hier bereitete ich die gesuchten Informationen, wie Pressemitteilungen und Pressefotos, überschaubar auf.

Neben meiner Hauptaufgabe gehörte auch die Recherche und Bearbeitung der Bilder für die von mir betreuten Bereiche zu meinen Arbeiten. Da nicht alle Redakteure in Prien ihren Sitz hatten, führte ich zudem Schulungen und Beratungen von Redakteuren im First Level Support durch, die danach selbstständig weitere Seiten anlegten.

Ein Marketingprojekt für den Münchner Verein

Die Münchner Verein Versicherungsgruppe ist seit 1922 ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist eine besondere Rechtsform für Versicherungsunternehmen. Versicherungsvereine haben keine kapitalgebenden Aktionäre, sie bestehen ausschließlich aus Mitgliedern. Im Gegensatz zur Hauptversammlung der Aktiengesellschaft sind in der obersten Vertretung des Versicherungsvereins keine Personen vertreten, die Kapitalinteressen verfolgen, sondern Mitglieder, die gleichzeitig Versicherungsnehmer sind.

Mv in Berufserfahrung

Verwaltung des Münchner Vereins

Der Münchner Verein bietet neben Kranken- und Lebensversicherungen auch viele weitere Leistungen, wie z.B. Haftpflicht-, Rechtsschutz- oder KFZ-Versicherungen an. Traditionell ist der Münchner Verein eng mit dem Handwerk verbunden, steht aber generell allen Versicherten offen. Am Stammsitz in München werden Beitragseinnahmen in Höhe von etwa 650 Mio. Euro verwaltet. Insgesamt arbeiten für die drei Gesellschaften der Versicherungsgruppe aktuell 750 Mitarbeiter im Innendienst und über 500 Außendienstpartner.

Im Rahmen einer mehrstufigen Projektarbeit im Marketing kam ich im Winter 2007 zum Münchner Verein. Zu diesem Zeitpunkt verfolgte die Versicherungsgruppe eine Strategie zur Verbesserung der Kundenorientierung. Im Zuge dessen wurde ein Service-Center eingerichtet, das 24-Stunden zu erreichen ist. Der Außendienst wurde erweitert, um eine schnellere Bearbeitung der Kundenanfragen sicherzustellen. Zudem wurde der Webauftritt der Versicherung überarbeitet.

Meine Aufgabe während des Projekts war es, neue Möglichkeiten zum Ausbau der Kundengenerierung zu finden und vorzustellen. Dabei bestand völlige Offenheit in der Ideenfindung. Meine Arbeit erstreckte sich von der Recherche und dem Herstellen von Erstkontakten zu möglichen Kooperationspartnern bis hin zur Beobachtung relevanter Wettbewerber. Des Weiteren wertete ich Media-Daten möglicher Werbeträger aus und stellte die Ergebnisse gegenüber. Auf Basis der Recherchen erstellte ich Management-Summaries und gab entsprechende Handlungsempfehlungen ab.

Besonderes Augenmerk legte ich auf die strategisch wichtige Zielgruppe 50Plus. Hier bietet der Münchner Verein allen entsprechenden Kunden eine Kundenkarte, mit der besondere Vorteile verbunden sind. Es bestehen bereits Kooperationen, etwa mit der Onlineapotheke DocMorris. Ziel war es, weitere Leistungen für die Zielgruppe 50Plus auszuarbeiten. Der Schwerpunkt meiner Recherchen lag darin, deutschlandweit neue Kurorte als Kooperationspartner zu gewinnen. Im Rahmen meiner Arbeit kam es zur Zusammenarbeit mit Bad Kissingen.

Tutor am Lehrstuhl Prof. Ulrich Beck

Im Sommersemester 2007 arbeitet ich als Tutor am Lehrbereich Beck des Instituts für Soziologie an der LMU. Ulrich Beck ist einer der namenhaftesten Soziologen der Gegenwart. Beck beschäftigt vor allem mit den Themen Globalisierung und gesellschaftlichem Wandel und den damit verbundenen Folgen für das Individuum. Folgen dieser Entwicklungen sind zunehmende Individualisierung und sich verschärfende soziale Ungleichheiten. Sein bekanntestes Werk handelt von der Risikogesellschaft, in der wissenschaftlich-technische Risiken tendenziell jeden einzelnen bedrohen und nicht mehr nur arme oder Menschen aus den Unterschichten.

Soz in Berufserfahrung

LMU München

Beck tritt dafür ein, in der Wirtschaftspolitik andere Wege zu gehen. Hier spricht er sich besonders gegen nationale Lösungen aus (“nationaler Blick”). Vielmehr müsse an transnationalen Ebenen angesetzt werden, da dies viel eher den modernen Wirklichkeiten entspreche. Vollbeschäftigung sei in der westlichen Welt kein anzustrebendes, weil unrealistisches, Ziel mehr. Vielmehr propagiert Beck an dieser Stelle ein Grundeinkommen, das dem Einzelnen die Möglichkeit zu zivilgesellschaftlicher Arbeit ermöglichen könne.

Während meiner Tätigkeit am Lehrstuhl Beck betreute ich Studenten im Grundstudium Soziologie. Im Rahmen der Vorlesung Einführung in die Sozialstruktur Deutschlands, die von etwa 600 Studenten besucht wurde, bereitete ich die Inhalt auf und wiederholte den Stoff in wöchentlichen Begleitveranstaltungen mit den Teilnehmern. Des Weiteren stand ich den Studenten auf dem Weg zu den Vordiplom-Prüfungen begleitend zur Seite. Das Korrigieren der Klausuren zählte ebenfalls zu meinen Aufgaben.

Ein Projekt für angehende Selbstständige

Im Sommer 2007 war ich als Projektassistent bei UnternehmerGeist, dem Qualifizierungsprogramm für Studenten und Absolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften an der LMU, beschäftigt. UnternehmerGeist, ein von der EU finanziertes Projekt, zeigte den Teilnehmern in Form von Seminaren und Vorträgen Wege in die Selbstständigkeit. Schwerpunkte waren Themen wie Finanzierung, Business-Plan Erstellung und Marketing für angehende Selbstständige.

Ugeist in Berufserfahrung

Büro UnternehmerGeist

Meine Aufgabe im Projektmanagement bei UnternehmerGeist bestand in der Vorbereitung der Veranstaltungen. Dies umfasste neben der Organisation der Räumlichkeiten, der Verwaltung der Teilnehmer und der Rechnungsstellung auch das Vorstellen des Projekts bei Veranstaltungen und gegenüber Dritten. Eine weitere Aufgabe war das Schreiben und Versenden von Pressemitteilungen über den Presseverteiler.

Höhepunkt der Tätigkeit bei UnternehmerGeist war die Organisation eines Networking-Events. Diese Veranstaltung, die wir in Zusammenarbeit mit der IHK München durchgeführten, wurde von etwa 50 Teilnehmern besucht. Nach drei Monaten wurde die Finanzierung des Projekts eingestellt, damit endete auch meine Aufgabe bei UnternehmerGeist.

Viele Verlage unter einem Dach

Von Ende 2005 bis Frühjahr 2007 arbeitete ich für das Verlagshaus GeraNova Bruckmann in München. Das Verlagshaus vereint zahlreiche bekannte Buchverlage und kleinere Zeitschriftenverlage in einem Haus. Bekanntester Verlag ist mit Sicherheit der Namen gebende Bruckmann Verlag, der bereits 1858 gegründet wurde. Schwerpunkt des Verlags ist die Reise-, Alpin- und Outdoor-Literatur. So erscheint bereits seit 1930 die Zeitschrift Bergsteiger im Bruckmann Verlag.

Bergsteiger in Berufserfahrung

Bergsteiger Magazin

Die weiteren Verlage des Verlagshauses GeraNova Bruckmann verlegen zusätzlich Bücher und andere Medien rund um die Themen Kunst, Kultur, Fotografie und Bildbände. Eine weitere Sparte deckt der GeraMond Verlag ab. Er veröffentlicht zu den Themen Automobil, Motorrad, Eisenbahn, Nahverkehr und Luftfahrt. Insgesamt arbeiten ca. 50 Mitarbeit für das Verlagshaus in München.

Meine Arbeit für das Verlagshaus war sehr abwechslungsreich und mehr als nur ein Job. Hauptaufgabe war die Betreuung des Verlagsarchivs. Weiterhin unterstütze ich die Redaktionen bei Recherchen und der Pflege ihrer Datenbanken. Hier arbeitete ich vor allem für das Bergsteiger Magazin und den GeraMond Verlag. Mehrmals vertrat ich das Verlagshaus GeraNova Bruckmann gegenüber Kunden und Fachbesuchern auf Messen.

Soziologische Studien im Neubaugebiet

Im Frühjahr 2006 nahm ich an einem Forschungspraktikum des Instituts für Soziologie und des Sozialreferats der Stadt München teil. Ziel des Praktikums war eine Untersuchung zur Bewohnerarbeit im Münchner Neubaugebiet Ackermannbogen. Der Ackermannbogen liegt in der Nähe des Olympiaparks. Dort entstehen ca. 2.200 Wohnungen und ca. 500 Arbeitsplätze. Das Gebiet soll Heimat für eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur werden. Neben Eigentumswohnungen entstehen auch Wohnungen, die nach dem Münchner Modell oder im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gefördert werden.

Ackermann in Berufserfahrung

Neubaugebiet Ackermannbogen

Um die Entstehung von sozial homogenen Wohngebieten zu verhindern und Nachbarschaftsstrukturen zu fördern, finden die Bewohner Begegnungsräume vor, die sie selbst verwalten können. Die Frage nach der Akzeptanz dieser Möglichkeit war Gegenstand der Untersuchungen.

Die Studie war quantitativ und qualitativ ausgerichtet. Die Arbeit umfasst zuerst die Erstellung einen Fragebogens, der an die Bewohner verteilt wurde. Anschließend wurden die Daten mit SPSS ausgewertet. Mit einigen wurden zudem Interviews geführt und diese qualitativ analysiert. Am Ende des Forschungspraktikums wurden die Ergebnisse von Bewohnern des Ackermannbogens und Vertretern der Stadt München präsentiert.