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Posts from the ‘Marketing’ Category

Zum Andenken: Die Get-a-Mac-Kampagne

Apple beendet die humorvollen Get a Mac-Werbespots. Seit 2006 durchlebten John ‚PC‘ Hodgman und Justin ‚Mac‘ Long Situationen aus dem Computeralltag, bei denen am Ende das Produkt aus Redmond immer den Kürzeren zog. Die Spots wurden von der New Yorker Werbeagentur TBWA Worldwide entwickelt. Seit heute verlinkt Apple auf die neue Kampagne Why-you-will-love-a-Mac.

  • Hier gibt es alle Spots noch einmal zum Anschauen.
21 Mai 2010

Einfallsreiche Anzeige zum Tag der Pressefreiheit

Cape-Times-Press-Freedom-Day in

Seit 1994 wird jährlich am 3. Mai der Internationale Tag der Pressefreiheit durch den Weltverband der Zeitungen (WAN) begangen. Ziel ist es, auf die Bedeutung unabhängiger Medien für den Bestand von Demokratien hinzuweisen.

Zu diesem Anlass erschien am 3. Mai 2010 diese kreative Anzeige der südafrikanischen Tageszeitung Cape Times. Die ausführende Argenur war Lowe Bull.

Der Text lautet: „Once it’s appeared in print, it’s harder to make it go away. World Press Freedom Day, 3 May.“

21 Mai 2010

Neues aus der McDonald’s Werbeabteilung

Mcd2 in

14 Apr 2010

Der wertvollste Werbeplatz im Internet

Seit es Google Chrome auch für den Mac und Linux gibt, komme auch ich jetzt in den Genuss der folgenden Werbung auf der Google Startseite; der wahrscheinlich prominenteste Ort eine Anzeige im Internet zu platzieren:

Gca in

14 Dez 2009

Carrotmob: Virales Marketing oder shoppen für den Klimaschutz?

Anlass für diesen Beitrag sind die Vorbereitungen für Münchens ersten Carrotmob, der am 17. Oktober 2009 von 12-15 Uhr stattfinden soll.

Was ist ein Carrotmob?

Cm in Carrotmobs sind eine Art Flashmob. Aber im Gegensatz zu dem scheinbar spontanen Menschenauflauf eines Flashmobs, bei dem in Innenstädten oder während CDU-Wahlkampfveranstaltungen kurzzeitig alle Teilnehmer die gleiche Handlung ausführen und danach wieder getrennte Wege gehen, hat ein Carrotmob ernstere Hintergründe. Auch bei einem Carrotmob verabreden sich die Teilnehmer hauptsächlich über das Internet. Ziel ist es, die Kaufkraft der Konsumenten als Instrument zu nutzen, um umweltfreundliche Vorhaben der Händler zu unterstützen. Nachhaltiges Konsumieren lautet die Devise. Der Name Carrotmob steht dabei sinnbildlich für einen Esel, der mit der Karotte gelockt und so zu einer bestimmten Handlung animiert wird. Die Unternehmen werden nach dem gleichen Prinzip dazu motiviert, klimafreundliche Maßnahmen umzusetzen. Soweit so gut.

Der Carrotmob in München

In München wird der Carrotmob von der Umweltorganisation Green City organisiert. Während der Vorbereitungen fragte Green City Ladenbesitzer, wie viel Prozent ihres Umsatzes, der während des Carrotmobs erzielt wird, sie in Umweltschutzmaßnahmen in ihrem Laden investieren würden. Solche Maßnahmen sollten z.B. umfassen: ineffiziente Beleuchtung ersetzen, stromfressende Elektrogeräte gegen sparsame umtauschen oder den Laden auf Ökostrom umstellen.  „Gewonnen“ hat diese Verlosung jetzt ein Lebenmittelladen in der Münchner Lindwurmstraße, der bereit ist, 30 Prozent des während des Carrotmobs erzielten Umsatzes in klimafreundliche Maßnahmen zu investieren.

Marketing oder Umweltschutz?

Eins steht fest: der Ladenbesitzer kann sich über eine ganze Menge kostenloser Publicity und neue Kunden freuen. Green City feuert schon aus allen Social Media Kanälen und zeigt dabei, wie ein neues Projekt über die sozialen Medien erfolgreich bekannt gemacht werden kann. Neben einem Blog auf den Seiten der Mutterorganisation carrotmob.org beitreibt Green City einen Twitteraccount und eine Facebook-Seite mit aktuell 349 Fans. Selbstverständlich wird das Projekt auch auf den Green City-Seiten beworben. Schnell wurde das Thema auch von den Münchner Medien aufgegriffen und verbreitet: Münchenblogger und Süddeutsche Zeitung berichteten über den Carrotmob. Beim ersten Carrotmob in Deutschland, der im Juni 2009 in Berlin stattfand, kamen 400 Käufer. Dabei wurden 700 Euro für Umweltschutzmaßnahmen erzielt, die u.a. in Energiesparlampen und Ökostrom investiert wurden.

Fazit

Das Konzept des Carrotmobs hilft vor allem den Händlern, denn sie profitieren mehrfach. Einerseits können sie sich und ihrem Geschäft einen grünen Anstrich geben. Daneben tragen die Teilnehmer des Carrotmobs die Kosten der Umweltschutzmaßnahmen. Aber das Wertvollste ist mit Sicherheit die umfangreiche und kostenlose Berichterstattung in den Medien. Aus Umweltgesichtspunkten sind die getroffenen Maßnahmen eher unter der Kategorie Kleinvieh macht auch Mist einzuordnen. Aber trotzdem ist das Corrotmob-Projekt ein gutes Beispiel für erfolgreiches Social Media, das auch im Kleinen funktioniert: Lokale Konsumenten vernetzen sich über das Internet und unterstützen den Händler um die Ecke.

2 Okt 2009

Produktdesign von gestern: Ersatzhosentaschen und Regenkapuze

Manche Dinge ändern sich nie. So auch das Design von einigen Produkten. Manchmal findet man sie noch, im Supermarkt, im Baumarkt oder in der Handarbeitsabteilung eines Kaufhauses. Man schaut, ist erstaunt, erinnert sich und geht weiter. Ich habe die Produkte gekauft.

In meiner Kindheit habe ich unfreiwillig viel Zeit in Handarbeitsgeschäften verbracht. Meine Mutter war leidenschaftliche Näherin. Während ich mich unter den Hunderten verschiedenen Stoffen versteckte oder versuchte, alle Nähgarnrollen einmal umzudrehen, kauften fleißige Hausfrauen Knöpfe, Nadeln und Reißverschlüsse.

Inzwischen sind diese Läden dank H&M und andern billigen Textilien fast völlig verschwunden. Ich aber brauchte einen Klettverschluss. Was tun? Im Karstadt am Stachus findet sich noch eine solche Handarbeitsabteilung. Die Abteilung war erstaunlich gut besucht: Frauen über 60 und Damen arabischer Herkunft stöberten durch die Regale. Auf der Suche nach meinen Klettverschlüssen fanden sie sich dann, ganz unten links, die Relikte einer vergangen Zeit: Regencape und Ersatzhosentaschen.

Handarbeit in

Sofort griff ich zu. Die Regenkapuze, jahrelang Bestandteil älterer Damen mit gefärbten Haaren, kostete stolze 80 Cent. Dafür ist sie aber auch sportlich, praktisch, chic. Ich muss gestehen, ich habe mich für die Luxus-Variante entschieden. Es gab noch eine einfache Ausgabe ohne weiße Punkte und ohne Gummiband für 35 Cent.

Die Ersatzhosentaschen zielen dagegen ganz klar auf eine männliche Zielgruppe. Kein Nähen, kein Faden, nichts. Einfach, sauber, schnell. Die alten Taschen abschneiden, neue anbügeln, fertig ist die Hose für die nächsten zehn Jahre. Dafür kostet der Spass aber auch ganze 3,75 Euro.

19 Aug 2009

Kreative McCafé Werbung

Gerade auf Inspire me, now! entdeckt. Passende McCafé Anzeige zu meinen früheren Posts über die Marketingkonzepte von McDonald’s und Burger King.

Mccafead in

23 Jul 2009

Das Social Media Engagement der 100 größten Unternehmen: Starbucks am erfolgreichsten

Auf ENGAGEMENTdb findet sich ein interessantes interaktives Diagramm, welches die Aktivitäten der wichtigsten Unternehmen im Social Media Bereich darstellt.

Sme in

Das interaktive Tool erlaubt viele individuelle Einstellungen. So kann man die angezeigten Unternehmen nach Branchen sortieren lassen. Beim Klick auf einen entsprechenden Eintrag erfährt man Genaueres über das Social Media Engagement des Unternehmens.

„Gewinner“ dieser Liste ist überraschenderweise kein Web-Unternehmen, sondern Starbucks. Allerdings dicht gefolgt von Dell und eBay. Gemeinsam auf dem letzten Platz landen die Versicherungen AIG und Allianz.

Was macht Starbucks besser als andere Unternehmen?

Starbucks nutzt fast alle aktuellen Social Media Angebote, um Marketing und PR zu betreiben. Das Unternehmen aus Seattle betreibt unter dem Titel Ideas In Action einen eigenen Blog. Die Seite wirkt gut gemacht und ist stets aktuell. Fast täglich schreiben unterschiedliche Mitarbeiter neue Beiträge, die von den Besuchern auch rege und kritisch kommentiert werden.

Im Bereich Social Networking ist Starbucks bei den USA populären Diensten Facebook und LinkedIn präsent. Das Unternehmen nutzt intensiv die Möglichkeit, mit seinen Kunden in direkten Kontakt zu treten. So diskutieren beispielsweise die Nutzer auf Facebook über neue Produktideen. Auf LinkedIn finden angemeldete Besucher aktuelle Stellenausschreibungen.

Auf YouTube und Flickr gibt es Starbucks Channels. Hier finden sich Videos von Kunden, die über ihre Lieblings Kaffeesorten berichten oder bestimme Berufe innerhalb des Unternehmens werden vorgestellt, z.B. Barista. Auf Flickr können Mitglieder Bilder hochladen, die mehr oder weniger mit Starbucks zu tun haben.

Darüber hinaus bietet Starbucks seinen Kunden die Möglichkeit, in Foren Wünsche oder Anregungen zu äußern. Hier ist das Unternehmen nahe  an den Kundenwünschen und kann sich neue Ideen holen. Interessant ist das Feature IdeaList. Angemeldete Besucher können an Abstimmungen über neue Produktentwicklungen oder Verbesserungsvorschläge teilnehmen.

Das letzte Standbein der Social Media Aktivitäten ist Twitter. Hier verfolgen bereits über 250.000 followers die Tweets aus Seattle.

Fazit: Ich denke Starbucks ist ein gutes Beispiel, was heute alles möglich ist, um mit deinen Kunden in Kontakt zu treten. Social Media ermöglicht es, auf vielen Kanälen relativ einfach präsent zu sein und Marketing zu betreiben. Besonders die Möglichkeit Feedback zu erhalten, sollte nicht unterschätzt werden. Hier scheint Starbucks besonders aktiv zu sein, indem es über neue Produkte abstimmen lässt und auch kritische Kommentare zulässt.

Selbstverständlich muss der Einsatz von Social Media sorgfältig geplant werden und darf nicht halbherzig erfolgen. Hier muss von Fall zu Fall abgewogen werden, was sinnvoll und machbar ist. Auf vielen Plattformen regelmäßig aktiv zu sein, erfordert entsprechende Ressourcen. Nichts ist schlimmer als ein unglaubwürdiger Auftritt in den Social Networks.

Entdeckt via twitter.com/conceptionblog

21 Jul 2009

Burger Kings Marketingkonzept: Feuer, Fleisch und anstößige Werbung

Vor ein paar Wochen hatte ich ja schon über den Erfolg von McDonald’s geschrieben. Die Schnellrestaurantkette trifft mit McCafés und neuem Einrichtungskonzept bei den Kunden ins Schwarze. Die Konkurrenz hat das Nachsehen.

Bk in Heute habe ich via Schwerdt Blog erfahren, wie Burger King seine aktuelle Werbestrategie ausrichtet. Ziel ist es, mit anstößiger Werbung Gesprächsthema zu werden und über kostenlose PR verlorene Marktanteile zurückzuerobern. Zu diesem Zweck arbeitet Burger King seit fünf Jahren mit der Werbeagentur Crispin Porter & Bogusky zusammen.

In Spanien wirbt Burger King seit Neustem mit der hinduistischen Göttin Lakshmi, die einen Burger als heilig anpreist. Das, damit religiöse Gefühle der Hindus verletzt werden, wird bewusst in Kauf genommen.

Bkad1 in Im konservativen Singapur dagegen zeigt Burger King ein Frauengesicht in zweideutiger Pose für den neuen Super Seven Incher. Auch hier ist die Empörung über den Hamburger-Phallus Teil des Konzepts.

Im direkten Vergleich mit McDonald’s betreibt Burger King also ein völlig anderes Marketingkonzept. Während sich die Restaurantkette mit dem gelben M familienfreundlich gibt und mit Lounges Kaffee und Kuchen neue Zielgruppen erschließt, fährt Burger King die gegensätzliche Schiene: Feuer, Fleisch und zotige Werbung. Das muss nicht verkehrt sein. Allerdings essen nicht nur junge Männer Burger und Fritten, auch wenn Burger King alles auf diese Zielgruppe ausrichtet (Mancademy). Nicht jeder fühlt sich durch die Diner-Atmosphäre der Restaurants angesprochen.

Burger King verliert nicht nur Marktanteile gegenüber McDonald’s. Auch an der Börse kann das Unternehmen mit dem großen Konkurrenten gegenwärtig nicht mithalten.

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Fazit: Burger King hat es gegen McDonald’s nicht einfach. McDonald’s hat sich zielsicher als schickes, helles und freundliches Schnellrestaurant positioniert. Neben Burgern und Fritten bietet das Unternehmen mit den McCafés eine erfolgreiche Alternative zu Starbucks & Co und kann während der umsatzschwächeren Nachmittage zusätzliche Kunden in die Filialen locken. Von Menüs für Kinder bis Kaffee und Kuchen bietet McDonald’s für unterschiedliche Bedürfnisse entsprechende Angebote.

Daneben ist die Strategie von Burger King zu einseitig ausgerichtet. Außer Burger scheinen die Restaurants nicht viel mehr anzubieten. Das Einrichtungskonzept vermittelt dunkle Fernfahrer-Romantik. Auch bei der Zielgruppe hat man sich zu stark auf junge Männer festgelegt. Die Werbung zeigt klar in diese Richtung. Es muss nicht verkehrt sein, provozierende Werbung zu machen. Die Resonanz gibt dem Unternehmen sogar recht (siehe hier, hier und hier). Der Aktienkurs spricht allerdings eine andere Sprache. Bei einer Dienstleistung, die alle Teile der Bevölkerung ansprechen soll, ist die gewählte Strategie in meinen Augen falsch, da zu einseitig.

16 Jul 2009