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Posts tagged ‘Marketing’

Zum Andenken: Die Get-a-Mac-Kampagne

Apple beendet die humorvollen Get a Mac-Werbespots. Seit 2006 durchlebten John ‚PC‘ Hodgman und Justin ‚Mac‘ Long Situationen aus dem Computeralltag, bei denen am Ende das Produkt aus Redmond immer den Kürzeren zog. Die Spots wurden von der New Yorker Werbeagentur TBWA Worldwide entwickelt. Seit heute verlinkt Apple auf die neue Kampagne Why-you-will-love-a-Mac.

  • Hier gibt es alle Spots noch einmal zum Anschauen.
21 Mai 2010

Der wertvollste Werbeplatz im Internet

Seit es Google Chrome auch für den Mac und Linux gibt, komme auch ich jetzt in den Genuss der folgenden Werbung auf der Google Startseite; der wahrscheinlich prominenteste Ort eine Anzeige im Internet zu platzieren:

Gca in

14 Dez 2009

Carrotmob: Virales Marketing oder shoppen für den Klimaschutz?

Anlass für diesen Beitrag sind die Vorbereitungen für Münchens ersten Carrotmob, der am 17. Oktober 2009 von 12-15 Uhr stattfinden soll.

Was ist ein Carrotmob?

Cm in Carrotmobs sind eine Art Flashmob. Aber im Gegensatz zu dem scheinbar spontanen Menschenauflauf eines Flashmobs, bei dem in Innenstädten oder während CDU-Wahlkampfveranstaltungen kurzzeitig alle Teilnehmer die gleiche Handlung ausführen und danach wieder getrennte Wege gehen, hat ein Carrotmob ernstere Hintergründe. Auch bei einem Carrotmob verabreden sich die Teilnehmer hauptsächlich über das Internet. Ziel ist es, die Kaufkraft der Konsumenten als Instrument zu nutzen, um umweltfreundliche Vorhaben der Händler zu unterstützen. Nachhaltiges Konsumieren lautet die Devise. Der Name Carrotmob steht dabei sinnbildlich für einen Esel, der mit der Karotte gelockt und so zu einer bestimmten Handlung animiert wird. Die Unternehmen werden nach dem gleichen Prinzip dazu motiviert, klimafreundliche Maßnahmen umzusetzen. Soweit so gut.

Der Carrotmob in München

In München wird der Carrotmob von der Umweltorganisation Green City organisiert. Während der Vorbereitungen fragte Green City Ladenbesitzer, wie viel Prozent ihres Umsatzes, der während des Carrotmobs erzielt wird, sie in Umweltschutzmaßnahmen in ihrem Laden investieren würden. Solche Maßnahmen sollten z.B. umfassen: ineffiziente Beleuchtung ersetzen, stromfressende Elektrogeräte gegen sparsame umtauschen oder den Laden auf Ökostrom umstellen.  „Gewonnen“ hat diese Verlosung jetzt ein Lebenmittelladen in der Münchner Lindwurmstraße, der bereit ist, 30 Prozent des während des Carrotmobs erzielten Umsatzes in klimafreundliche Maßnahmen zu investieren.

Marketing oder Umweltschutz?

Eins steht fest: der Ladenbesitzer kann sich über eine ganze Menge kostenloser Publicity und neue Kunden freuen. Green City feuert schon aus allen Social Media Kanälen und zeigt dabei, wie ein neues Projekt über die sozialen Medien erfolgreich bekannt gemacht werden kann. Neben einem Blog auf den Seiten der Mutterorganisation carrotmob.org beitreibt Green City einen Twitteraccount und eine Facebook-Seite mit aktuell 349 Fans. Selbstverständlich wird das Projekt auch auf den Green City-Seiten beworben. Schnell wurde das Thema auch von den Münchner Medien aufgegriffen und verbreitet: Münchenblogger und Süddeutsche Zeitung berichteten über den Carrotmob. Beim ersten Carrotmob in Deutschland, der im Juni 2009 in Berlin stattfand, kamen 400 Käufer. Dabei wurden 700 Euro für Umweltschutzmaßnahmen erzielt, die u.a. in Energiesparlampen und Ökostrom investiert wurden.

Fazit

Das Konzept des Carrotmobs hilft vor allem den Händlern, denn sie profitieren mehrfach. Einerseits können sie sich und ihrem Geschäft einen grünen Anstrich geben. Daneben tragen die Teilnehmer des Carrotmobs die Kosten der Umweltschutzmaßnahmen. Aber das Wertvollste ist mit Sicherheit die umfangreiche und kostenlose Berichterstattung in den Medien. Aus Umweltgesichtspunkten sind die getroffenen Maßnahmen eher unter der Kategorie Kleinvieh macht auch Mist einzuordnen. Aber trotzdem ist das Corrotmob-Projekt ein gutes Beispiel für erfolgreiches Social Media, das auch im Kleinen funktioniert: Lokale Konsumenten vernetzen sich über das Internet und unterstützen den Händler um die Ecke.

2 Okt 2009

Produktdesign von gestern: Ersatzhosentaschen und Regenkapuze

Manche Dinge ändern sich nie. So auch das Design von einigen Produkten. Manchmal findet man sie noch, im Supermarkt, im Baumarkt oder in der Handarbeitsabteilung eines Kaufhauses. Man schaut, ist erstaunt, erinnert sich und geht weiter. Ich habe die Produkte gekauft.

In meiner Kindheit habe ich unfreiwillig viel Zeit in Handarbeitsgeschäften verbracht. Meine Mutter war leidenschaftliche Näherin. Während ich mich unter den Hunderten verschiedenen Stoffen versteckte oder versuchte, alle Nähgarnrollen einmal umzudrehen, kauften fleißige Hausfrauen Knöpfe, Nadeln und Reißverschlüsse.

Inzwischen sind diese Läden dank H&M und andern billigen Textilien fast völlig verschwunden. Ich aber brauchte einen Klettverschluss. Was tun? Im Karstadt am Stachus findet sich noch eine solche Handarbeitsabteilung. Die Abteilung war erstaunlich gut besucht: Frauen über 60 und Damen arabischer Herkunft stöberten durch die Regale. Auf der Suche nach meinen Klettverschlüssen fanden sie sich dann, ganz unten links, die Relikte einer vergangen Zeit: Regencape und Ersatzhosentaschen.

Handarbeit in

Sofort griff ich zu. Die Regenkapuze, jahrelang Bestandteil älterer Damen mit gefärbten Haaren, kostete stolze 80 Cent. Dafür ist sie aber auch sportlich, praktisch, chic. Ich muss gestehen, ich habe mich für die Luxus-Variante entschieden. Es gab noch eine einfache Ausgabe ohne weiße Punkte und ohne Gummiband für 35 Cent.

Die Ersatzhosentaschen zielen dagegen ganz klar auf eine männliche Zielgruppe. Kein Nähen, kein Faden, nichts. Einfach, sauber, schnell. Die alten Taschen abschneiden, neue anbügeln, fertig ist die Hose für die nächsten zehn Jahre. Dafür kostet der Spass aber auch ganze 3,75 Euro.

19 Aug 2009

Das Social Media Engagement der 100 größten Unternehmen: Starbucks am erfolgreichsten

Auf ENGAGEMENTdb findet sich ein interessantes interaktives Diagramm, welches die Aktivitäten der wichtigsten Unternehmen im Social Media Bereich darstellt.

Sme in

Das interaktive Tool erlaubt viele individuelle Einstellungen. So kann man die angezeigten Unternehmen nach Branchen sortieren lassen. Beim Klick auf einen entsprechenden Eintrag erfährt man Genaueres über das Social Media Engagement des Unternehmens.

„Gewinner“ dieser Liste ist überraschenderweise kein Web-Unternehmen, sondern Starbucks. Allerdings dicht gefolgt von Dell und eBay. Gemeinsam auf dem letzten Platz landen die Versicherungen AIG und Allianz.

Was macht Starbucks besser als andere Unternehmen?

Starbucks nutzt fast alle aktuellen Social Media Angebote, um Marketing und PR zu betreiben. Das Unternehmen aus Seattle betreibt unter dem Titel Ideas In Action einen eigenen Blog. Die Seite wirkt gut gemacht und ist stets aktuell. Fast täglich schreiben unterschiedliche Mitarbeiter neue Beiträge, die von den Besuchern auch rege und kritisch kommentiert werden.

Im Bereich Social Networking ist Starbucks bei den USA populären Diensten Facebook und LinkedIn präsent. Das Unternehmen nutzt intensiv die Möglichkeit, mit seinen Kunden in direkten Kontakt zu treten. So diskutieren beispielsweise die Nutzer auf Facebook über neue Produktideen. Auf LinkedIn finden angemeldete Besucher aktuelle Stellenausschreibungen.

Auf YouTube und Flickr gibt es Starbucks Channels. Hier finden sich Videos von Kunden, die über ihre Lieblings Kaffeesorten berichten oder bestimme Berufe innerhalb des Unternehmens werden vorgestellt, z.B. Barista. Auf Flickr können Mitglieder Bilder hochladen, die mehr oder weniger mit Starbucks zu tun haben.

Darüber hinaus bietet Starbucks seinen Kunden die Möglichkeit, in Foren Wünsche oder Anregungen zu äußern. Hier ist das Unternehmen nahe  an den Kundenwünschen und kann sich neue Ideen holen. Interessant ist das Feature IdeaList. Angemeldete Besucher können an Abstimmungen über neue Produktentwicklungen oder Verbesserungsvorschläge teilnehmen.

Das letzte Standbein der Social Media Aktivitäten ist Twitter. Hier verfolgen bereits über 250.000 followers die Tweets aus Seattle.

Fazit: Ich denke Starbucks ist ein gutes Beispiel, was heute alles möglich ist, um mit deinen Kunden in Kontakt zu treten. Social Media ermöglicht es, auf vielen Kanälen relativ einfach präsent zu sein und Marketing zu betreiben. Besonders die Möglichkeit Feedback zu erhalten, sollte nicht unterschätzt werden. Hier scheint Starbucks besonders aktiv zu sein, indem es über neue Produkte abstimmen lässt und auch kritische Kommentare zulässt.

Selbstverständlich muss der Einsatz von Social Media sorgfältig geplant werden und darf nicht halbherzig erfolgen. Hier muss von Fall zu Fall abgewogen werden, was sinnvoll und machbar ist. Auf vielen Plattformen regelmäßig aktiv zu sein, erfordert entsprechende Ressourcen. Nichts ist schlimmer als ein unglaubwürdiger Auftritt in den Social Networks.

Entdeckt via twitter.com/conceptionblog

21 Jul 2009

Erfolgreiches Marketing: McDonald’s & McCafé

Interessanter Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung: Glänzende Geschäfte – warum der Umsatz von McDonald’s heute höher als jemals zuvor ist. Nach den Jahren der Krise ist McDonald’s neben Wal-Mart das einzige Top-Unternehmen der Vereinigten Staaten, das letztes Jahr im Wert gestiegen ist.

Die Auferstehung McDonald’s ist eine lehrreiche Marketing-Erfolgsgeschichte. Das Schnellrestaurant legte Mitte der 2000er-Jahre zuerst in den USA das muffige Plastik-Ambiente in seinen Restaurants ab und verordnete sich eine Lounge-Atmosphäre. Ledersessel und Holz dominieren heute die McDonald’s Filialen. Das Lebensmittelangebot wurde um gesunde weniger ungesunde Speisen erweitert. Fettreduzierte Chicken McNuggets, weniger Salz auf den Pommes frites und verschiedene Salatgerichte zeigen, McDonald’s ist mehr als nur Rindfleisch.

Mcd in Eine der wichtigsten strategischen Entscheidung für den heimischen Markt dürfte auf den Deutschland-Chef Bane Knezevic zurückgehen. Dank der nun auch in Deutschland eingeführten McCafés, spricht McDonlad’s heute auch an den umsatzschwächeren Mittagen und Nachmittagen Kunden an. Auf Kosten der Marktanteile von Starbucks & Co strömen die Großstädter in die McDonald’s-Filialen, um günstig Kaffee und Kuchen zu bestellen. Auf dem Land ist das McCafé sowieso oft der einzige Ort, um einen ordentlichen Kaffee zu bekommen. Interessanterweise spricht McDonald’s mit diesem Konzept verstärkt ältere Kunden an, die bisher eher einen großen Bogen um die Restaurants mit dem gelben M machten.

Überhaupt scheint das Schnellrestaurant von der Krise zu profitieren. In Zeiten, in denen sich immer weniger den Besuch in einem herkömmlichen Restaurant leisten können oder wollen aber trotzdem nicht auf das Auswärts-Essen verzichten wollen, kommt McDonald’s als günstige Alternative ins Spiel. Durchschnittlich 6 Euro verzehrt jeder Gast in den Restaurants des Konzerns, das reicht anderswo nicht mal für das Trinkgeld.

Zudem eignet sich McDonald’s immer weniger als Zielscheibe für den Protest von Umweltschützern und Globalisierungsgegnern. Heute arbeitet der Systemgastronom verstärkt mit lokalen Zulieferern zusammen und nimmt auf lokale Gepflogenheiten Rücksicht. Es gibt koscheres Essen in Israel und Burger ohne Rindfleisch in Indien. Für die Rinderherden werden keine Regenwälder mehr abgeholzt. Auch Ernährungsexperten und Verbraucherschützer bescheinigen McDonlad’s heute eine gute Zusammenarbeit und die Möglichkeit, eine ausgewogene Ernährung in einem der zahlreichen Franchise-Restaurants zu sich zu nehmen zu können.

Allerdings muss McDonald’s aufpassen, nicht zu sehr das eigentliche Geschäftskonzept aus den Augen zu verlieren. Einst bezeichnete sich das Schnellrestaurant als das etwas andere Restaurant, bei dem man mit den Fingern essen konnte und auf Etikette keinen Wert gelegt wurde. Die Sortimentsausweitung darf nicht zulasten der Eigenständigkeit gehen. Milch und Obst finden die Verbraucher auch im Supermarkt um die Ecke. Gegen die Bio-Konkurrenz wird sich der Großkonzern aus Illinois mit gesundem Essen kaum durchsetzen können.

Trotz allem hat es McDonals’s aber geschafft, sich neu zu positionieren. Dank eines hochwertigeren Auftritts ist es heute keine Schande mehr, bei McDonals’s zu essen oder in einem der vielen McCafés einen Kaffee zu trinken oder einen Kuchen zu bestellen. Bane Knezevic hat neue Kundenkreise angesprochen und den Wettbewerbern Marktanteile abgenommen (Burger King), selbst solchen, die gar nicht mit der Konkurrenz von McDonald’s rechneten (Starbucks).

Weiterlesen: Portrait über Bane Knezevic auf FTD.de und ein Interview im Tagesspiegel über das Marketing-Konzept von Mc Donald’s Deutschland.

27 Jun 2009

Mein Blog ist jetzt CO2-neutral

Wussten Sie, dass ein Blog jährlich 3,6 kg CO2 produziert? Nein? Ich auch nicht. Bis heute. Dank Roland Kopp-Wichmann und seinem lesenswerten Persönlichkeits-Blog ist mir jetzt bewusst, dass pro Seitenaufruf ein CO2-Ausstoß von ca. 0,02 g CO2 verursacht wird. Das liegt vor allem an dem enormen Strombedarf, den Servern und entsprechende Kühlgeräte haben. Gut das Kopp-Wichmann gleich eine Lösung präsentiert:

CO2-neutral-weiss in Die CO2-neutral-Aktion von kaufDA.de. In Zusammenarbeit mit I Plant a Tree wird für jeden teilnehmenden Blog ein Baum gepflanzt. Damit sollen die CO2-Emissionen, die aus dem Betreiben der Website entstehen, neutralisiert werden. Zwar ist nicht ganz sicher, wie viel CO2 ein Baum tatsächlich absorbiert; die UNO geht davon aus, dass ein Baum pro Jahr etwa 10 kg CO2 aufnimmt. kaufDA.de rechnet mit 5 kg. Bei einer Lebenserwartung von 50 Jahren wird der CO2-Ausstoß eines Blogs in diesen Zeitraum durch einen Baum komplett neutralisiert.

Wer noch mehr Gutes tun möchte kann ebenfalls auf kaufDA.de kostenlos einen “Bitte keine Werbung”-Sticker für den eigenen Briefkasten bestellen. Der durchschnittliche Deutsche verbraucht jedes Jahr 250 kg Papier. Davon sind alleine 33 kg Werbeprospekten, die im Briefkasten landen und anschließend weggeworfen werden. Ziel der Aktion ist es 1.000.000 Aufkleber zu verschicken und damit symbolisch 1.000.000 Bäume zu retten.

Kaufda in Das Ganze macht kaufDA.de natürlich nicht ganz uneigennützig, denn kaufDA.de ist ein Startup, das im August 2008 von den vier Studenten gegründet wurde. Die Geschäftsidee ist, Verbrauchern mit einer Onlineplattform lokales Einkaufen vor Ort zu erleichtern. Auf der Seite finden sich eine Karte mit Geschäften und Supermärkten in der Umgebung des Nutzers. Beim Klick auf einen der Läden in der Nähe erfährt der Nutzer nicht nur die Entfernung sondern kann sich online auch den aktuellen Prospekt ansehen. Mein erster Eindruck ist durchaus positiv. Alle bekannten Filialketten, Kaufhäuser und Supermärkte werden aufgeführt.

Die Sticker-Aktion zusammen mit der CO2-neutral-Kampagne kann ein erfolgreiches Marketingkonzept werden. Wie andere (z.B. Krombacher Regenwaldprojekt) vorgemacht haben liegt Social-Marketing im Trend. Die großen Handelsketten beteiligen sich größtenteils an kaufDA.de, der Verbraucher profitiert also von der Plattform, da er alle relevanten Angebote übersichtlich präsentiert bekommt. Ein interessantes Konzept, da der Käufer im Netz abholt wird und zum Offline-Kauf animiert werden soll. Back to the roots also.

Insgesamt ein gutes Beispiel für eine Online-Social-Marketing-Kampagne. Ob damit wirklich Papier eingespart werden wird, bleibt aber abzuwarten. Auf deutsche-startups.de findet sich übrigens ein kurzes Interview mit Cihan Aksakal, einem der Gründer von kaufDA.de.

25 Jun 2009