Skip to content

Posts tagged ‘McDonald’s’

Neues aus der McDonald’s Werbeabteilung

Mcd2 in

14 Apr 2010

Kreative McCafé Werbung

Gerade auf Inspire me, now! entdeckt. Passende McCafé Anzeige zu meinen früheren Posts über die Marketingkonzepte von McDonald’s und Burger King.

Mccafead in

23 Jul 2009

Burger Kings Marketingkonzept: Feuer, Fleisch und anstößige Werbung

Vor ein paar Wochen hatte ich ja schon über den Erfolg von McDonald’s geschrieben. Die Schnellrestaurantkette trifft mit McCafés und neuem Einrichtungskonzept bei den Kunden ins Schwarze. Die Konkurrenz hat das Nachsehen.

Bk in Heute habe ich via Schwerdt Blog erfahren, wie Burger King seine aktuelle Werbestrategie ausrichtet. Ziel ist es, mit anstößiger Werbung Gesprächsthema zu werden und über kostenlose PR verlorene Marktanteile zurückzuerobern. Zu diesem Zweck arbeitet Burger King seit fünf Jahren mit der Werbeagentur Crispin Porter & Bogusky zusammen.

In Spanien wirbt Burger King seit Neustem mit der hinduistischen Göttin Lakshmi, die einen Burger als heilig anpreist. Das, damit religiöse Gefühle der Hindus verletzt werden, wird bewusst in Kauf genommen.

Bkad1 in Im konservativen Singapur dagegen zeigt Burger King ein Frauengesicht in zweideutiger Pose für den neuen Super Seven Incher. Auch hier ist die Empörung über den Hamburger-Phallus Teil des Konzepts.

Im direkten Vergleich mit McDonald’s betreibt Burger King also ein völlig anderes Marketingkonzept. Während sich die Restaurantkette mit dem gelben M familienfreundlich gibt und mit Lounges Kaffee und Kuchen neue Zielgruppen erschließt, fährt Burger King die gegensätzliche Schiene: Feuer, Fleisch und zotige Werbung. Das muss nicht verkehrt sein. Allerdings essen nicht nur junge Männer Burger und Fritten, auch wenn Burger King alles auf diese Zielgruppe ausrichtet (Mancademy). Nicht jeder fühlt sich durch die Diner-Atmosphäre der Restaurants angesprochen.

Burger King verliert nicht nur Marktanteile gegenüber McDonald’s. Auch an der Börse kann das Unternehmen mit dem großen Konkurrenten gegenwärtig nicht mithalten.

 in

Fazit: Burger King hat es gegen McDonald’s nicht einfach. McDonald’s hat sich zielsicher als schickes, helles und freundliches Schnellrestaurant positioniert. Neben Burgern und Fritten bietet das Unternehmen mit den McCafés eine erfolgreiche Alternative zu Starbucks & Co und kann während der umsatzschwächeren Nachmittage zusätzliche Kunden in die Filialen locken. Von Menüs für Kinder bis Kaffee und Kuchen bietet McDonald’s für unterschiedliche Bedürfnisse entsprechende Angebote.

Daneben ist die Strategie von Burger King zu einseitig ausgerichtet. Außer Burger scheinen die Restaurants nicht viel mehr anzubieten. Das Einrichtungskonzept vermittelt dunkle Fernfahrer-Romantik. Auch bei der Zielgruppe hat man sich zu stark auf junge Männer festgelegt. Die Werbung zeigt klar in diese Richtung. Es muss nicht verkehrt sein, provozierende Werbung zu machen. Die Resonanz gibt dem Unternehmen sogar recht (siehe hier, hier und hier). Der Aktienkurs spricht allerdings eine andere Sprache. Bei einer Dienstleistung, die alle Teile der Bevölkerung ansprechen soll, ist die gewählte Strategie in meinen Augen falsch, da zu einseitig.

16 Jul 2009

Erfolgreiches Marketing: McDonald’s & McCafé

Interessanter Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung: Glänzende Geschäfte – warum der Umsatz von McDonald’s heute höher als jemals zuvor ist. Nach den Jahren der Krise ist McDonald’s neben Wal-Mart das einzige Top-Unternehmen der Vereinigten Staaten, das letztes Jahr im Wert gestiegen ist.

Die Auferstehung McDonald’s ist eine lehrreiche Marketing-Erfolgsgeschichte. Das Schnellrestaurant legte Mitte der 2000er-Jahre zuerst in den USA das muffige Plastik-Ambiente in seinen Restaurants ab und verordnete sich eine Lounge-Atmosphäre. Ledersessel und Holz dominieren heute die McDonald’s Filialen. Das Lebensmittelangebot wurde um gesunde weniger ungesunde Speisen erweitert. Fettreduzierte Chicken McNuggets, weniger Salz auf den Pommes frites und verschiedene Salatgerichte zeigen, McDonald’s ist mehr als nur Rindfleisch.

Mcd in Eine der wichtigsten strategischen Entscheidung für den heimischen Markt dürfte auf den Deutschland-Chef Bane Knezevic zurückgehen. Dank der nun auch in Deutschland eingeführten McCafés, spricht McDonlad’s heute auch an den umsatzschwächeren Mittagen und Nachmittagen Kunden an. Auf Kosten der Marktanteile von Starbucks & Co strömen die Großstädter in die McDonald’s-Filialen, um günstig Kaffee und Kuchen zu bestellen. Auf dem Land ist das McCafé sowieso oft der einzige Ort, um einen ordentlichen Kaffee zu bekommen. Interessanterweise spricht McDonald’s mit diesem Konzept verstärkt ältere Kunden an, die bisher eher einen großen Bogen um die Restaurants mit dem gelben M machten.

Überhaupt scheint das Schnellrestaurant von der Krise zu profitieren. In Zeiten, in denen sich immer weniger den Besuch in einem herkömmlichen Restaurant leisten können oder wollen aber trotzdem nicht auf das Auswärts-Essen verzichten wollen, kommt McDonald’s als günstige Alternative ins Spiel. Durchschnittlich 6 Euro verzehrt jeder Gast in den Restaurants des Konzerns, das reicht anderswo nicht mal für das Trinkgeld.

Zudem eignet sich McDonald’s immer weniger als Zielscheibe für den Protest von Umweltschützern und Globalisierungsgegnern. Heute arbeitet der Systemgastronom verstärkt mit lokalen Zulieferern zusammen und nimmt auf lokale Gepflogenheiten Rücksicht. Es gibt koscheres Essen in Israel und Burger ohne Rindfleisch in Indien. Für die Rinderherden werden keine Regenwälder mehr abgeholzt. Auch Ernährungsexperten und Verbraucherschützer bescheinigen McDonlad’s heute eine gute Zusammenarbeit und die Möglichkeit, eine ausgewogene Ernährung in einem der zahlreichen Franchise-Restaurants zu sich zu nehmen zu können.

Allerdings muss McDonald’s aufpassen, nicht zu sehr das eigentliche Geschäftskonzept aus den Augen zu verlieren. Einst bezeichnete sich das Schnellrestaurant als das etwas andere Restaurant, bei dem man mit den Fingern essen konnte und auf Etikette keinen Wert gelegt wurde. Die Sortimentsausweitung darf nicht zulasten der Eigenständigkeit gehen. Milch und Obst finden die Verbraucher auch im Supermarkt um die Ecke. Gegen die Bio-Konkurrenz wird sich der Großkonzern aus Illinois mit gesundem Essen kaum durchsetzen können.

Trotz allem hat es McDonals’s aber geschafft, sich neu zu positionieren. Dank eines hochwertigeren Auftritts ist es heute keine Schande mehr, bei McDonals’s zu essen oder in einem der vielen McCafés einen Kaffee zu trinken oder einen Kuchen zu bestellen. Bane Knezevic hat neue Kundenkreise angesprochen und den Wettbewerbern Marktanteile abgenommen (Burger King), selbst solchen, die gar nicht mit der Konkurrenz von McDonald’s rechneten (Starbucks).

Weiterlesen: Portrait über Bane Knezevic auf FTD.de und ein Interview im Tagesspiegel über das Marketing-Konzept von Mc Donald’s Deutschland.

27 Jun 2009